Farewell, Old Friend

Drohnenaufnahme eines Tesla Model 3

Die gemeinsame Reise meines Tesla Model 3 und mir ist im Juni zu Ende gegangen; ich habe das Fahrzeug nach drei Jahren und 41.566 wunderbaren Kilometern verkauft.

„Saturn V“, „Herbie“ und zuletzt „WhteRbt“ – mein Model 3 hat im Laufe unserer gemeinsamen Zeit viele Namen gehabt. Für die Familie war es immer nur „der Tesla“.

Das Model 3 war mein erster Neuwagen und – natürlich – mein ganzer Stolz. Gerade im ersten halben Jahr habe ich Kilometer um Kilometer abgespult, meiner Arbeitsstelle in Bonn sei Dank. Der tägliche Arbeitsweg von 120 km stellte dabei nie ein Problem dar, weder hinsichtlich Komfort, noch hinsichtlich der Reichweite.

Die „Reichweiten-Angst“ (engl. „Range Anxiety“) war auch nur kurzfristig ein Thema. Schnell wusste ich den großen Akku des Tesla Model 3 zu schätzen und das Selbstbewusstsein wuchs mit jeder großen Reise.

Dann… kam Corona.

Die Welt stand still, Mitarbeiter/innen weltweit wurden nach Hause geschickt. Auch mein Arbeitgeber stand vor der Herausforderung, den Arbeitsalltag innerhalb weniger Tage komplett umzukrempeln. Die Folgen? Aufgrund der COVID19-Pandemie arbeite ich nun bei einer neu aufgestellten „Remote Company“, die tägliche Fahrstrecke von 120 km entfiel mit dieser Änderung – ich arbeite nun von zu Hause.

Der Tesla jedoch blieb ein Teil der Familie, genoß jedoch in der Folge der Pandemie ein deutlich entspannteres Leben. Waren es anfangs noch prognostizierte 30.000 km pro Jahr, so pendelte sich die jährliche Laufleistung am Ende bei ca. 12.000 km ein.

Es wurde ruhig im Hause Kraus.

Das Model 3 verrichte seinen Dienst, viel zu schreiben hatte ich nicht mehr. Ich war zum großen Teil sehr zufrieden mit dem Fahrzeug, doch rückblickend hätte ich über das ein oder andere berichten können:

  • Das total verhunzte Weihnachts-Update 2021, das meine Laune nicht zum positiven beeinflusst hat…
  • Der am gleichen Tag erlittene Parkschaden, dem mein Model 3 zum Opfer fiel (und dessen rechtliche Auseinandersetzungen sich bis heute ziehen)…
  • Das Blitzfoto, das ich dank einem freundlichen Autofahrer in einer Autobahnbaustelle aus Reflex erhielt…
  • Das Model 3 Performance, das vor einem Jahr auf meine Empfehlung hin bei meinem Freund James einzog…
  • Die Probefahrt mit einem Model Y in diesem Jahr, die einige Entscheidungen ins Rollen brachten…

Lange Rede, kurzer Sinn: Im Sommer 2022 habe ich die Entscheidung getroffen, das Model 3 zu verkaufen.

Ich kann nicht aus meiner Haut: Ich bin neugierig, strebe nach Veränderungen. 42 Fahrzeuge unterschiedlichster Bauform habe ich bisher in meinem Leben besessen – das Model 3 bleibt bis heute die unangefochtene Nummer 1.

Dieser Umstand war dann auch der Grund, warum ich kurz vor Abgabe des Model 3 in einem Mönchengladbacher Autohaus der Tesla-Homepage noch einmal einen längeren Besuch abstattete.

Doch dies ist eine Geschichte für einen weiteren Artikel…

Hinweis

Dieser Artikel wurde von meinem ehemaligen Blog „T wie TESLA“ übernommen, den ich bis September 2022 betrieben habe. Der Inhalte wurde zwar redaktionell aufgearbeitet, für eine Richtigkeit kann aber keine Garantie gewährt werden.

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